Wenn in Ballerspielen Ballett getanzt wird

Lesen Sie hier die Pressemitteilung zum Start der Initiative Creative Gaming
Hamburg, 25. Oktober 2007 – Computerspiele werden von einem Großteil der Erwachsenen noch immer als Bedrohung wahrgenommen. Das aber verstellt den Blick auf bildungspolitische Chancen und behindert die kulturelle Entwicklung. Die bundesweite Initiative „Creative Gaming“ fördert einen alternativen, künstlerischen und kritischen Umgang mit Computerspielen, damit Deutschland nicht zum Entwicklungsland der digitalen Kultur wird.

„Spielen gehört zum Menschen wie Essen und Trinken. Einen Großteil unserer motorischen und kognitiven Fähigkeiten erlernen wir spielerisch. Dazu gehört inzwischen auch das Spielen am und mit dem Computer. Jenseits stupider Gewaltspiele hat sich eine bunte Szene etabliert, die das Spielen am Computer eher als digitalen Sandkasten denn als Spiel mit festen Regeln begreift.“, sagt Andreas Kirchhoff, Sprecher der Initiative „Creative Gaming“.

Kreative Potentiale nutzen
Der Ego-Shooter wird zur Ballettbühne, die Wirtschaftssimulation hilft beim Lernen über das Mittelalter und virtuelle Richtungspfeile aus dem Autorennspiel tauchen im realen Berlin auf. Die Beispiele zeigen, dass Computerspiele auch anders genutzt werden, als es die Entwickler geplant haben. Ergänzend zu den dominanten Themen Gewalt und Suchtpotential sind jetzt Fragen nach der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und nach der Nutzung des kreativen Potentials von Computerspielen entscheidend. Die Initiative „Creative Gaming“ macht es sich zur Aufgabe, neue Impulse in der öffentlichen Diskussion um Computerspiele zu setzen und damit der Realität jugendlicher Lebenswelten Rechnung zu tragen.

Gamer, Kreative und Pädagogen
Die Menschen hinter der Initiative „Creative Gaming“ gehören zur ersten Generation, die mit Computerspielen erwachsen wurde. Kreative, Spieler, Medienproduzenten und -pädagogen vernetzen ihre Arbeit in der Initiative. Mit Workshops an Schulen, Beiträgen zur öffentlichen Debatte und einem internationalen Festival wollen sie das kulturelle und kreative Potential des Spielens freisetzen. Und den Gedanken fördern, dass Computerspiele keine in sich geschlossenen Konsumgüter, sondern prall gefüllte digitale Werkzeugkisten sind, deren Möglichkeiten wir gerade erst entdecken.
Die Initiative „Creative Gaming” präsentiert sich vom 22. bis 25. November 2007 erstmals mit einem Machinima-Special auf dem up-and-coming Int. Film Festival Hannover.

Pressekontakt: Tina Ziegler: tina.ziegler@creative-gaming.eu
Thomas Köhler: thomas.köhler@creative-gaming.eu

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