200 Schüler und Lehrer erproben sich als Spieleentwickler

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Was haben Computerspiele nun auch noch im Schulunterricht verloren? Wo doch das gängige Vorurteil besagt, die digitalen Spiele machten Kinder dumm, einsam und aggressiv.
Dass Computerspiele nicht nur zu dumpfem Konsum verleiten, sondern auch als kreatives Ausdrucksmedium jede Menge spannender Möglichkeiten bieten, konnten rund 200 Hamburger Schüler/innen und Lehrer/innen in einem dreitägigen Workshop der Initiative Creative Gaming lernen.

Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, kreativen Nutzungsformen von Computerspielen zu größerer Bekanntheit zu verhelfen. Damit soll auch die verfahrene Debatte um negative Wirkungen des Spielkonsums eine konstruktive Öffnung erfahren: Statt überzogene und unrealistische Verbote zu fordern, eröffnet die Initiative Schülern und Lehrern konkrete Handlungsmöglichkeiten zu einer schöpferischen und auch kritischen Auseinandersetzung mit dem Medium. Der Bedarf an solchen Methoden ist enorm, so das Fazit der Fortbildung.

An drei Tagen hat die Initiative in der vergangenen Woche im Museum für Kommunikation Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Jugendinformationszentrum Hamburg ein Workshop-Programm für Schüler und Lehrer angeboten. Die Schüler lernten, eigene Spielideen zu entwickeln und am Computer umzusetzen, aber auch handelsübliche Spiele als Filmstudio zu nutzen. Auch die Lehrer hatten Gelegenheit, sich mit Computerspielen sowohl theoretisch, als auch praktisch zu befassen und die kreativen Potenziale der High-Tech-Spiele auszuprobieren.

Die Rückmeldungen der 12 bis 52-jährigen Teilnehmer/innen waren durchweg positiv. Nach anfänglicher Skepsis, die vor allem bei vielen Lehrenden vorhanden war, lautete die einhellige Meinung nach Abschluss der Fortbildung: Solche Projekte sollten viel öfter und intensiver stattfinden. Die Initiative bemüht sich nun um eine Fortführung der Fortbildung in Hamburg. Weitere Anfragen aus Bremen und Köln liegen vor; Veranstaltungen in Berlin und Potsdam sind bereits in Vorbereitung.

Hintergrundinformationen werden unter www.creative-gaming.eu und auf Rückfrage gern bereit gestellt.

Pressekontakt Tina Ziegler, tina.ziegler@creative-gaming.eu, Tel. 0171-5044313.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Beispiele des kreativen Einsatzes von
Computerspielen unter www.creative-gaming.eu

Über die Initiative Creative Gaming:
Die Initiative Creative Gaming setzt sich aus Menschen zusammen, die als Medienkünstler, Festivalmacher und Medienpädagogen tätig sind. Sie fördert einen alternativen, künstlerischen und regelbefreiten Umgang mit Computerspielen und setzt sich für eine umfangreiche und intelligente Integration von Computerspielen in die Bildung ein.

Ausblick: Im September 2008 veranstaltet Creative Gaming ein viertägiges Festival in Potsdam.
Mehr Informationen unter www.creative-gaming.eu unter play08 potsdam

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