„Pong Invaders reality“ in Hamburg

Kreative digitale Spielkultur im Mercedes me Store – Das Highlight im Januar!

IMG_4671Unter dem Motto “Mit Spielen spielen!“ ud die Initiative Creative Gaming  im Januar 2015 in ihren Showroom am Ballindamm 17 ein. Ein besonderer Fokus lag in diesen Tagen auf jungen Medienkünstlerinnen und -künstlern und ihren digitalen Ausdrucksformen. Es wurdeb Abschlussarbeiten von Games-Studierenden sowie Installationen und Bilder zum Thema Videospielekultur und Aktivitäten der Initiative Creative Gaming ausgestellt. Viele der Exponate konnten direkt in der Ausstellung ausprobiert werden.

Es gab u.a. ein Wiedersehen mit interaktiven Exponaten der letzten PLAY-Festivals, erläutert Valentina Birke, Kuratorin der Initiative Creative Gaming. So ist es beispielsweise gelungen „Pong Invaders reality“ von Tobias Hermann, welches derzeit in der Dauerausstellung im Games Science Center Berlin zu sehen ist, nach Hamburg zu holen. Bei diesem Spiel tritt der Besucher / die Besucherin mittels realem Tischtennisschläger und Ball gegen auf Milchglas projizierte, invasierende Aliens an. Das Spiel erweist sich schnell als sportliche Herausforderung klassischer Art. „Pong Invaders reality“ greift Elemente aus Popkultur und Breitensport auf, bewegt virtuelle und greifbare Welt zueinander und bietet Anhängern und Anhängerinnen beider Welten einen Raum der Kommunikation.

IMG_4551IMG_4647Weitere Highlights der Ausstellung waren unter anderem die Arbeit „move“ von Leif Rumbke sowie das preisgekrönte Videospiel „Perfect Woman“ von Lea Schönfelder, die mit ihrem Spiel die absurden Rollenerwartungen – Mutter, Sexobjekt, Top-Managerin – denen Frauen gerecht werden sollen thematisiert. Dieses Spiel wird ebenfalls nicht per Controller, sondern in diesem Fall mit den eigenen Bewegungen gesteuert. Um eine perfekte Performance als Mutter, Freundin, Schwester oder Oma hinzulegen, muss man die auf dem Bildschirm vorgegebenen Posen nachahmen – und das möglichst schnell. Bei dem Indie-Games-Festival „A.Maze“ ist “Perfect Woman” im vergangenen Jahr mit dem „Most Amazing Game Award“ der Jury ausgezeichnet worden.

Der Creative Gaming Showroom war geöffnet für alle Interessierten: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Künstlerinnen und Künstler, für Menschen aus der Gamesbranche und Kulturinteressierte. Aber vor allem waren alle Hamburgerinnen und Hamburger jeden Alters eingeladen, die vielfältigen Möglichkeiten, die in Computerspielen stecken, kennenzulernen und auszuprobieren.

Creative Gaming Flow Lab – In 4 Tagen entstand ein neues Spiel

IMG_4490Junge Medienkünstler und Medienkünstlerinnen entwickelten ein Creative-Gaming-Spiel vor Ort. Mit neuen Perspektiven gingeb die Laboranten und Laborantinnen an die Spieleentwicklung heran. Für Besucher und Besucherinnen und Publikum bot das Labor die Möglichkeit, den Künstler und Künstlerinnen bei der Entwicklung einer kreativen Spielidee bis hin zum fertigen Ergebnis über die Schulter zu schauen, mitzumachen und nachzufragen. Das fertige Spiel wurde dann bei der abschließenden Creative Gaming Show präsentiert und konnte von den Gästen exklusiv ausprobiert werden.

Creative Gaming Show – mit Life Let’s Play und 8-bit-Sounds

IMG_4800IMG_4808Bei der abschließenden Show präsentierten Indiegames-Entwickler und -Entwicklerinnen ihre Projekte. Gerade in der Indie-Szene lassen sich viele innovative Ideen, Spielkonzepte und Philosophien finden. Auch Spielsteuerungen, Spielziele und das Design werden neu gedacht, nicht selten steht die Kunst des Spiels im Vordergrund und fließt in eine faszinierende Spielwelt. Die Spiele selbst wurden in einem Live Let’s Play mit Wolf Speer (früher Game One, jetzt Sexy Cripples) und Gunnar Krupp (Rocket Beans) unterhaltsam auf die Bühne gebracht. Zudem wurde das Spiel, welches im Games-Labor entstanden ist, den Besuchern und Besucherinnen präsentiert. Im Anschluss sorgte der Hamburger Chiptunes-Künstler Poly In Frames mit 8-bit-Sounds für Stimmung.

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