Ferienworkshop in der Stadtbibliothek Münster

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Vom Konsumenten zum Produzenten: am 02. August 2016 von 10:30 Uhr bis 17 Uhr konnten die Kinder der Stadt Münster ihre kreativen und technischen Fähigkeiten beim Spieleprogrammieren mit Scratch auslassen und dabei ihre „Skills“ vertiefen.

Die Laptops stehen schon startbereit, als die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Raum betreten. Nach der Vorstellungsrunde, in denen sich die Gruppe von ca. 20 Kindern mit „wer bin ich und was ist mein Lieblingsspiel?“ miteinander bekannt machte, war das Eis gebrochen und auch schon erste Lacher eingesammelt, als es darum ging, sich erinnern zu können, zu wessen Name welches Spiel gehört: „Im Zweifelsfall immer Minecraft sagen, damit ist man quasi immer auf der richtigen Seite“ hieß es.

Bevor das eigene Projekt angegangen werden konnte, mussten zuerst grundlegende Fragen geklärt werden: Welche Spielelemente gibt es überhaupt? Was benötigt ein Spiel, um funktionieren zu können? „Ganz klar!“: auch wenn die Anspannung groß ist, endlich mit dem eigenen Projekt loslegen zu wollen, werden die Fragen kurzerhand abgehakt und ohne Probleme beantwortet.

Durch einen zusätzlichen Exkurs in das Fotobearbeitungsprogramm Gimp war es den Kindern später möglich, ihre eigenen Spielfiguren auf ein Blatt Papier zu zeichnen und sie später in ihr virtuelles Spiel zu übertragen. Kaum wurde mit der Schritt-für-Schritt Einführung von Scratch begonnen, veränderten die Kinder ihre Spielfiguren, experimentierten mit Zahlenwerten, fügten Töne hinzu und versuchten die nächsten voraussehbaren Schritte vorzuarbeiten: “Guck mal, der kann seine Figur sogar schon hochspringen lassen!“. Genau das macht „Scratch“ aber aus: durch ziemlich einfach gehaltene Programmierbefehle können die Kinder genau definieren, was ihre Figur machen soll, auch wenn es dann doch nicht immer kinderleicht ist.

Durch regen Austausch zwischen den jungen Spieleentwicklerinnen und -entwicklern halfen sie sich, sprachen Lob aus, übten Kritik und machten Verbesserungsvorschläge, die anschließend direkt in die Tat umgesetzt wurden. Während einige ihren Stellenwert auf die Ausarbeitung der Spielefiguren legten, war es anderen wichtiger, sich auf die Spielemechanik zu konzentrieren. Das tat den Ergebnissen aber keinen Abbruch: durch unterschiedliche Vorerfahrungen mit dem Computerumgang und eine andere Fokussierung auf die jeweiligen Spielelemente entstanden ganz unterschiedliche Spiele und Spielekonzepte, die allesamt ihre eigene (Entwicklungs-)Geschichte zu erzählen haben.

Insgesamt verging der Tag für uns als auch für die Kinder wie im Fluge und sowohl das Feedback an uns Workshop-Leiterinnen als auch für die Kinder fiel am Ende großartig aus: auch wenn es viel inhaltlichen Input gab, kam der Spaß auf beiden Seiten nicht zu kurz!

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