Mit Geschichten spielen im Storytelling-Workshop

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“Es war einmal…”, so beginnen viele Geschichten und Bücher. Diese Woche aber ist alles ein wenig anders. Im Workshop “Storytelling – spielerisch Geschichten erzählen” konnten 15 Jugendliche entdecken, was man aus einer Geschichte alles machen kann.

Workshop-Beginn

Es ist Dienstagmorgen als sich 15 gespannte Jugendliche ab 11 Jahren in der Bücherhalle Wandsbek zusammen finden und darauf warten, dass der Workshop endlich beginnt. Was genau in dieser Woche passieren soll, ist anfangs aber nicht allen Teilnehmer*innen klar. Denn was genau verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff Storytelling? Diese Frage beschäftigte uns am ersten Workshop-Tag. Grundsätzlich geht es darum Geschichten zu erzählen. Dies passiert aber in der Regel nicht nur in klassischer Form durch einen Text, sondern es können und sollen multimediale Elemente wie Bild, Ton, Video oder andere Interaktionen integriert werden, die die “Leser*innen” aktiv mitnehmen. Übertragen auf unseren Workshop bedeutete dies, dass Erstellen eines Textadventures. Ein Textadventure ist ein Spiel, welches sich in Textform präsentiert. Durch Textbefehle oder verschiedene Auswahlmöglichkeiten innerhalb des Textes können sich die Spieler*innen durch das Spiel “bewegen”. 

Vorbereitungen für das Textadventure

Bevor es aber an das Erstellen des Textadventures ging, wurden wichtige Punkte gesammelt, die eine gute Geschichte ausmachen. Hierbei spielen unter anderem die Zeit und der Ort eine Rolle, in der die Geschichte spielen soll. In erster Linie aber braucht es einen oder mehrere Charaktere. An diesem Punkt erstellten die Jugendlichen Hauptfiguren für ihre Story, wobei bei Ingmar und Thorben zum Beispiel die Hauptfigur “Bob der Kater” entstand, der von seiner Familie vergessen wird und auf einmal auf der Straße überleben muss. Auch Charakterzüge und Merkmale wurden an diesem Punkt bereits definiert. Bob bekam ein pummeliges Erscheinungsbild und sollte sich eher tollpatschig bewegen. Nach dem Erstellen der Hauptfigur wurde sich Gedanken über mögliche Gegenspieler gemacht. 

Umsetzung in Twine

So viele tolle Ideen sollten aber auch umgesetzt werden. Um dies zu realisieren, bedienten wir uns an dem frei verfügbaren Programm “Twine”, mit welchem Textadventures erstellt werden können. Nach einer Einführung konnten alle endlich in Zweiergruppen durchstarten. Die Tastaturen waren im kleinen Raum nicht zu überhören. “Das tut ganz schön weh in den Fingern”, hieß es von Jamie und Jonas, welche an ihrer Geschichte arbeiteten. Aber es wurde auch teilweise lautstark diskutiert: “Das Wort wird anders geschrieben!”, so Anjo. Am Ende aber konnten sich alle einigen und es wurde fleißig geschrieben und getüftelt, da alle ein gutes Textadventure präsentieren wollten.

Präsentation der Ergebnisse

Am Samstagvormittag war es schließlich soweit. Die Ergebnisse wurden den Familien präsentiert. Zuvor konnten noch die letzten Änderungen am Textadventure vorgenommen werden. Die Aufregung im Raum war deutlich spürbar. Alle Spiele wurden einzeln vorgestellt und live durchgespielt. Im Anschluss konnten sich alle Besucher*innen noch einmal an allen Textadventures versuchen und den Game Designer*innen ihre Fragen stellen.

Hier können alle entstandenen Werke nachgelesen werden!

Eine gelungene Workshop-Woche für alle Beteiligten. Es hat uns großen Spaß bereitet mit euch!

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