Game Design Unterricht an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Im Februar haben wir an drei Schultagen den Unterricht in der Profilklasse „Smart Gaming“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg mitgestaltet. Die engagierten Schüler*innen konnten dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen und haben innovative und unterhaltsame Spiele aus dem Nichts erschaffen.

Zunächst wurden jedoch Grundlagen geklärt: Was für Elemente hat zum Beispiel ein Spiel, welche sind zwingend notwendig und welche fakultativ. Außerdem haben wir über Genres geredet und die Schüler*innen nannten Beispiel anhand derer die spezifischen Merkmale aufgezeigt wurden. Neben einer spielebezogenen Einführung, die den Teilnehmern zeigte, was für Möglichkeiten es gibt, gab es auch eine Einführung in das Programm, mit dem wir arbeiteten. Kodu ist eine Freeware und für jeden zugänglich. Sie erlaubt dem Anwender mit einfachen Mitteln 3D Spiele zu programmieren. Nachdem Grundlagen, wie das Erstellen eines Charakters, dessen Programmierung, dem Implementieren einer Künstlichen Intelligenz und natürlich das Kreieren einer Landschaft, erlernt wurden, überlegten die Teams, was sie genau erreichen wollten.

Game Design Kodu

Nachdem jedes Team ein Konzept erarbeitet hatte und diese der Klasse vorgestellt wurden, ging es an das Programmieren des eigentlichen Spiels. Hierbei wurden den Schüler*innen Handouts zur Verfügung gestellt, die die wichtigsten Kniffe erklärten, allerdings ging es nicht ohne Nachzudenken. Hier und da mussten die Schüler*innen logisch denken, um ein Problem zu lösen. Sie arbeiteten hauptsächlich in ihren Teams und wir unterstützen das Vorankommen durch zusätzliche Hilfestellungen und Teilaufgaben. Nach nur zwei Schultagen waren so schon viele Projekte spielbar und das Konzept eindeutig erkennbar.

Der dritte Tag wurde dem Testen gewidmet. Die Schüler*innen spielten die Projekte der anderen und gaben Feedback. Anschließend hatte das jeweilige Team die Möglichkeit sich zu den Rückmeldungen zu äußern, Entscheidungen zu legitimieren oder die Kritik umzusetzen. Den Spielen wurde der finale Schliff gegeben, kleine Fehler behoben und grafische Feinheiten sowie Gameplay-Finessen hinzugefügt.

So erlernten die Schüler*innen während des Unterrichts die Grundlagen des Game Designs und erstellten insgesamt elf wunderbare, kreative Spiele, die so unterschiedlich wie anspruchsvoll sind.

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