Game Design Workshop in den Sommerferien von der ComputerSpielSchule

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Zu Gast in der Bücherhalle Wandsbek, drehte sich unser erster Sommerferienworkshop rund um das Thema Game Design. Von Dienstag bis Freitag erarbeiteten die teilnehmenden Jugendlichen die Grundlagen der Spiele-Gestaltung und erprobten sich in der Programmierung ihrer eigenen digitalen Spiele. Diese wurden am Samstag schließlich vor Familie und Freunden vorgestellt und direkt einem neugierigen Test unterzogen.
Welche Elemente braucht ein Spiel überhaupt? Welche Strategien gibt es, um ein Spiel auf dem Markt zu etablieren? Solchen und ähnlichen Fragen widmeten wir uns, nach einem ersten Kennenlernen, an Tag eins mit kreativen Übungen, bei denen sich die Teilnehmer_innen mit originellen Ideen thematisch auf die Woche einstimmten. Mit Puzzlescript ging es dann an das erste Tool, mit dem in Pixeloptik 2D-Rätselspiele erstellt werden können. Hier war zunächst die Herausforderung, sich an die Programm-eigene Code-Sprache zu gewöhnen und nachzuvollziehen, wie die gewünschten Handlungen in Code umgesetzt werden können. Puzzlescript ist ein kostenloses Werkzeug, welches im Browser läuft und trotz der Beschränkung auf eine begrenzte Anzahl von Befehlen ideal ist, um in die für Programmiersprachen typischen logischen Beziehungen einzuführen. Die Jugendlichen haben sich dabei schnell zurechtgefunden und zeigten Raffinesse bei der Problemlösung – denn hinter dem „Error“ verbirgt sich oftmals ein logischer Fehler, den man leicht mal übersieht. Um nun ein eigenes kleines 2D Spiel zu gestalten, ging es am nächsten Tag zunächst um Geschichten und die Entwicklung einer eigenen, spannenden Story für das Puzzle, welches dann anschließend anhand der am Vortag erworbenen Kenntnisse programmiert und der Gruppe vorgestellt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass man auch mit Pixeln durch deren geschickte Platzierung und farbliche Gestaltung die Atmosphäre maßgeblich bestimmen und so seine Geschichte kreativ in einem kleinen Spiel umsetzen kann.

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Von 2D ging es dann am darauffolgenden Tag zu 3D und den vielen weiteren Videospiel-Genres, die anhand dieser Entwicklung entstehen konnten. Im Gespräch wurde ein Überblick über die vielen Genres geschaffen und es entwickelte sich ein reger Austausch über die eigenen Erfahrungen mit den vielfältigen Möglichkeiten im Games-Bereich. Doch wie sieht der Alltag eines Game-Designers überhaupt aus? Die vielen Schritte der jahrelangen Entwicklung in den großen Studios wurden thematisiert, um den Teilnehmer_innen einen realistischen Eindruck dieses gerade bei Jugendlichen beliebten Job-Titels zu vermitteln. Mit Zeit als knapper Ressource im Workshop gingen wir dann flott zu Kodu über, einer kostenlosen, von Microsoft speziell für eine jüngere Zielgruppe entwickelte Software, die die Programmierung von Spielen in einer 3D Welt ermöglicht. Vom Rennspiel über Shooter bis hin zum dialoglastigeren Rollenspiel boten sich den Jugendlichen einige Möglichkeiten, Kodu (so der Name der Hauptfigur) und andere programmeigene Objekte so zu programmieren, dass die eigenen Ideen auch in 3D Raum fanden.
Die Ergebnisse haben uns richtig gut gefallen und wir sagen Danke für die tolle Stimmung und erfindungsreiche Zusammenarbeit.

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